Mein liebster Mai

Hab Acht! Der junge Schelm ist da.

Zerrt meine Jacke ungeduldig.

Gib bitte Ruh. Sei etwas gnädig -

er hört nicht zu, ganz offenbar.

 

Ein Hauch Frechheit auf den Lippen,

nach Sommer schmeckt der erste Kuss,

und so charmant zum Überfluss.

Er braucht mit Fingern bloß zu schnippen.

 

Gezwitscher tränkt die warme Luft,

das Haar gesprenkelt mit den Blüten,

und auch die Sommersprossen wüten.

Mein liebster Mai, du bist ein Schuft!

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